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http://juenger.koeln/2017/10/16/1-kraetzscher-festival-in-koeln-sakkokolonia-einfach-klasse vom 16.10.2017

 

1. Krätzscher-Fest in Köln

 

Sakkokolonia – einfach klasse…

 

Passt eigentlich nur bedingt zusammen, war mein erster Eindruck mit dem Flyer in der Hand: Eine Kleinkunst wie das kölner Krätzscher (kurze Stehgreif-Lieder zu alltäglichen Themen wie sie unter anderem von Philipp Oebel oder Gerd Köster/Frank Hocker gesungen werden) und dazu ein ganzes Fest, das dann vielleicht doch als Bühne und Präsentationsform zu groß und zu herausgehoben sein könnte. Letztlich erwies es sich aber, dass vor allen Dingen die Personen und Inhalte zählen.

Sakkokolonia, bestehend aus Theodor Krumbach und Bettina Wagner, sind jedenfalls dermaßen glaubwürdig und überzeugend als Zwei-Personen-Performance, dass sie – von ihrem eigenen Erfolg im eher privaten Bereich überrascht – seit 2000 langsam den Schritt zur Quasi-Professionalität beschritten haben. Wer die zwei in ihren mit bunten Blumenmustern bedruckten Sakkos sieht und dann vor allen Dingen hört, hat einfach nur Spaß an den witzig zugespitzten Alltagsbeobachtungen, die durch das Kölsche dann die nötige Mehrdeutigkeit erhalten. Charmant vor allen Dingen, wie die beiden sich selbst auf die Schippe nehmen. (siehe oben)

Spaß machte auch der Superdüres-Blues, wo alle möglichen Flachmänner vom amerikanischen Trampel bis zu Erdogan ihr Fett weg bekamen. Musikalisch groovte das so, dass ich gerne Theo Krumbach vor 20, 30 oder 40 Jahren gehört hätte.

Bedauerlich für die beiden Nachfolger Quetsch & Flitsch, dass sie als Hauptgang serviert wurden. Der Spannungsabfall nach der Pause war mit ihrem Auftritt spürbar und sie wären besser als Vorspeise serviert worden.

Vielleicht muss man tatsächlich zu einer Darstellungsform wie so einem Fest greifen, um die wenigen Kölsch-Mohikaner, bevor dieser städtische Dialekt den Bach runter geht, zu sammeln und zu ermutigen. Insgesamt gab es über 10 Veranstaltungen in diesem Rahmen und man kann nur hoffen, dass es mit den Krätzscher oder Krätzjer (he, wo bleibt der Kölner Duden?) in der ein oder anderen Form weiter geht.

 

...hier kann man ein Filmchen gucken

 

 

Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 14.08.2014

 

Kölsches Duo „SakkoKolonia“

begeistert im Hoeren-Hof

 

SakkoKolonia und Hermann Hertling.Foto: Dr. Karolin Küpper-PoppRaderbroich (barni). Als vor zwei Jahren „SakkoKolonia“ auf dem Hoeren-Hof auftrat, setzte heftiger Regen ein. Jetzt gab’s ein Wiedersehen mit der Formation aus Köln – und der Hof war vorsorglich mit einem Zelt und einer Plane regenfest gemacht worden. Dr. Bettina Wagner und Theo Krumbach hatten als Gast Hermann Hertling mitgebracht. Er erwies sich ebenfalls als temperamentvoller und geistreicher Mundart-Virtuose.

Achim Thyssen, Leiter des Mundartarchivs Ludwig Soumagne, begrüßte die vielen Mundartfreunde, kein Platz blieb frei. Theo Krumbach, ein Unikum im leicht überdimensionierten Sakko mit Rosenmotiv, versteht sich in der Tradition der Kölschen Straßensänger stehend, die nach dem Zweiten Weltkrieg Mut zum Wiederaufbau inmitten von Trümmern gemacht hatten. Die beiden kölschen Originale, er mit der „Quetschkommode“, sie mit der Gittalele, zogen die Zuschauer schnell in ihren Bann. Gründe dafür gab es etliche: Das Programm von „SakkoKolonia“ versprüht Nostalgie, es ist pfiffig bis frech, man merkt den Akteuren den Spaß an, den sie bei ihren Auftritten haben. Im Mittelpunkt standen ihre Parodien – wie die von Kolumbus, der sich eins hatte entdecken lassen.

Das Duo sang, schwadronierte, beschimpfte sich gegenseitig auf Platt, alles bei allerbester Laune. Ein Highlight: Der Blues, zu dem sich Krumbach voller Leidenschaft hatte hinreißen lassen. Man hatte das Gefühl, vor Jahrzehnten irgendwo in Köln in einer Veedelskneipe zu sitzen. Hertling geizte ebenfalls nicht mit „Verzällchens“. Er hat das Werk ehrwürdiger Heimatdichter wie Wilhelm Müller entstaubt und präsentierte jetzt seine kölschen Parodien. Liebenswert nostalgisch, oft deftig, meistens geistreich – das Programm kam bei Publikum an.

 

 

Bürgerzeitung vom 12.08.2014

 

SakkoKolonia auf dem Hoeren-Hof:

Einhundertfünfzig Mundart-Interessierte mitgerissen

 

Hermann Hertling in Aktion.Foto: Bernhard WilmsMönchengladbach/Raderbroich. Noch ein paar Tage zuvor hatte Peter Hoeren noch auf ein Open-Air-Auftritt des Kölner Mundart-Duos SakkoKolonia auf seinem Hoeren-Hof (ehemals Olbetz-Hof) gehofft. Die Wetterprognosen machten diese Hoffnung zunichte und so musste Hoeren umdisponieren und die Veranstaltung am 01.08.2014 kurzerhand in die Scheune verlegen. Schließlich galt es fast 150 Mundart-Interessierte trocken unterzubringen. Dies gelang auch dank tatkräftiger Unterstützung zahlreicher helfender Hände u.a. der Mitveranstalter des Mundart-Nachmittags des Heimatvereins Korschenbroich und des » Vereins zur Pflege und Förderung der Mundart im Rhein-Kreis Neuss «. So wurden ereignisreiche und entspannte fast drei Stunden in einer Scheune, die wohl als einzige über einen Kronleuchter verfügt.

Im Mittelpunkt standen mit Dr. Bettina Wagner und Theo Krumbach zwei echte Kölner, die als Duo SakkoKolonia nicht nur durch situationskomische Passagen verstanden das Publikum mit einzubinden. Mit von der Partie bei diesem bemerkenswerten Nachmittag war Hermann Hertling, seit 2011 Träger der Franz-Peter-Kürten-Auszeichnung. Kürten (1891 bis 1957) war ein bekannter Kölner Schriftsteller, Sammler und Volkskundler. Hertling bereicherte durch seine Wortbeiträge und Erklärungen zur Entstehung mancher “Krätzcher” und “Vertellcher”.

Hermann Hertling und das Duo SakkoKolonia bedauern, dass im Kölner Karneval “echte” Mundartbeiträge zunehmend der Kommerzialisierung zum Opfer gefallen seien. [...]

 

 

Rheinische Post vom 21.12.2012

 

Chresskindche und Karneval, Kneipe und Kirche

 

Zwei lebendig-schräge Weihnachtsbäume: Theo Krumbach und Bettina Wagner feierten im K1 eine besinnlich-erheiternde Bescherung. Foto: Ralph Matzerathvon Monika Klein

Leverkusen. Karneval und Weihnachten, das müssen keine Gegensätze sein. Im Gegenteil scheinen die Feste sehr viel gemeinsam zu haben, zumindest klingen sie ziemlich gleich, jedenfalls in Köln. SakkoKolonia hat zum letzten Kleinkunst-Termin des Jahres in der Kolonie Eins kölsche Weihnacht über den Rhein gebracht. Und die schätzt man auch auf Leverkusener Boden. Die Veranstaltung war längst ausverkauft und im Raum saß nur Publikum, das sich gerne mitreißen ließ von der charakteristischen Stimmung. Jedenfalls brauchte es keine besondere Aufforderung von Theo Krumbach und Bettina Wagner. Begeistert wurde der Takt mitgeklatscht und in Refrains eingestimmt.

Das Duo hat nicht die gängigen Lieder ins Programm gemischt, sondern eher unbekannte musikalische Erzählungen zum Fest. […] Das ist eben so eine Art Markenzeichen für das Duo, das so lässig die Dialektfärbung zelebriert, wie sie der Normalbürger erst nach fünf bis sechs Kölsch erreicht. Mit Blödsinn und Witzen verbanden sie ihre zweistimmig vorgetragenen Lieder übers Christkind oder die drei Kölner Protagonisten, die Rainald von Dassel im 13. Jahrhundert in Mailand gestohlen hat: die Heiligen drei Könige.

Es gab natürlich viel zu lachen bei diesen weihnachtlichen Betrachtungen aus dem Kölner Milieu. Aber im nächsten Augenblick wurden auch ernsthafte, besinnliche Töne angeschlagen. Und Bettina Wagner ließ in diesem ungewohnten Ambiente sogar eine Art Minipredigt für den Frieden in der Welt ab. Wie Karneval und Weihnachten, so gehören in Köln auch Kneipe und Kirche irgendwie zusammen.

Nicht nur musikalische Bereicherung gab es mit dem Auftritt von Freddy Böhmer. Immerhin konnte man jetzt dreistimmig singen, sogar einen ganz alten A-cappella-Satz aus der Renaissance. Böhmer erfüllte aber außerdem eine wichtige Aufgabe für die Zeit, wenn es heißt „Chresskindche kütt“: das Vorlesen der Weihnachtsgeschichte – nicht direkt aus der Bibel vorgetragen, sondern in einer ebenso freien und leicht ergänzten wie humorvollen kölschen Übertragung. Ein vergnügter, ausgelassener und besinnlicher Abend.

 

 

Dürener Nachrichten vom 19.12.2012

 

Bettina Wagner und Theo Krumbach wissen als "SakkoKolonia" eine ganz besondere Einstimmung auf die Festtage zu geben. Foto: Julian Loevenich

Als Krönung der

„Tanz der Engelcher“

 

Närrische Nord-Dürener bescheren ihren Gästen mit der „Kölschen Weihnacht“ wieder einen überaus gelungenen Abend

 

von Julian Loevenich

Düren. Weihnachtszeit, das ist Besinnlichkeit, Ruhe, Entspannung. Normalerweise. „Kölsche Weihnacht“ macht da einen kleinen, aber feinen Unterschied. In den 1950er und 1960er Jahren aufgekommen, entwickelte sich die Idee, christliche Erzählungen ins Kölsche zu übertragen unter der musikalischen Führung von Hans Knipp und Henner Berzau zu einem festen Begriff.

Seit vier Jahren feiert man „Kölsche Weihnacht“ auch in Düren im Post Hotel. Jetzt hatte die Karnevalsgesellschaft Närrische Nord-Dürener wieder zu der beliebten Veranstaltung unter dem Titel „Wenn Engelcher danze…“ eingeladen.

 

[...] Sakkokolonia, das sind Bettina Wagner und Theo Krumbach. [...] zu keiner Zeit überschreiten die beiden Musiker die Grenze und verlieren sich in Klamauk.

Es ist eine gute Mischung, die Wagner und Krumbach, auch mit der Unterstützung von Freddy Böhmer auf der Bühne darbieten. Manchmal etwas besinnlichere Töne, dann aber auch wieder lockerere Klänge. Immer wieder eingestreut sind Gedichte. Mit einem zwinkernden Auge wird dabei so manche Geschichte aus der geweihten Nacht aus kölscher Sicht erzählt. Das Eis zwischen Publikum und Künstlern brach dabei schon nach den ersten Minuten. Sofort sangen die Zuschauer mit.

Doch wer glaubt, die beiden Musiker präsentierten nur einfache Mitmach-Musik, der irrt, denn promovierte Musikhistorikerin Wagner und ihr Kollege spielen auch anspruchsvolle Musik oder übertragen Gospel ins Kölsche. Der „Eyecatcher“ des Abends, wie es Bettina Wagner ausdrückte, war der „Tanz der Engelcher“ zum Ende hin.

Vier Freunde der beiden Musiker, eingezwängt in entsprechende Verkleidung, tanzten zu Tschaikowskys berühmter Nussknacker-Melodie – der Höhepunkt eines überaus gelungenen Abends.

 

 

Lokale Information vom 21. November 2012

 

Leise Töne bei Rheindorfer Flüstersitzung

 

SakkoKolonia sorgte bei den Burgknappen für Stimmung.KStA-Foto: Ralf KriegerRheindorf. […] Auf leise Töne sowie Couplets und Krätzcher versteht sich ein Duo besonders gut, das schon einmal zu Gast bei Norhausen war: Sakkokolonia. Die in Opladen geborene Sängerin und promovierte Musikwissen-schaftlerin Bettina Wagner präsentierte zusammen mit dem echten Kölschen Theo Krumbach samt Gittalele (Mix aus Gitarre und Ukulele), Akkordeon und viel Leidenschaft Ausschnitte aus deren Programm. Unter anderem verzauberten sie das Publikum mit eigenen Liedern und denen alter Künstler wie Toni Steingass und Willi Ostermann. Durchgängig setzten sie dabei auf Blues und "städtische Volksmusik", sprich mitkölschem Humor versetzte Krätzcher. Die Gäste, darunter Vertreter der Opladener Neustadtfunken und anderer befreundeter Karnevals- oder Ortsvereine, waren begeistert.

 

 

Dürener Zeitung vom 13. Dezember 2011

 

Hänsje und Gretche im Burgauer Bösch

 

Et Chresskindche kütt: Eine gelungene Mischung aus besinnlicher Weihnachtsfeier und Karneval boten die Närrischen Nord-Dürener bei ihrer Kölsche Weihnacht. (Foto: Freise)Die KG "Närrische Nord-Dürener" feiert Kölsche Weihnacht. Überraschungsgäste der "Muuzemändelcher fesseln die Zuschauer.

 

Düren. Schon zum dritten Mal veranstaltete die KG "Närrische Nord-Dürener eine Kölsche Weihnacht mit Dr. Bettina Wagner und Theo Krumbach alias "SakkoKolonia" aus Köln. Die Gruppe sprang 2008 ein, um einen Vortrag bei der "Närrischen Akademie" im Haus der Stadt zu halten, und ist seitdem mit Düren freundschaftlich verbunden. Dass es hier eine Fangemeinde gibt, merkte man schon beim dritten Lied. Der Refrain von "Unser Bäumche" wurde vom Publikum laut mitgesungen.

 

Besinnliche Töne

Sehr besinnliche Töne schlug das Duo mit "Alles hät sing Zick" von Hans Knipp an, da der wohl bekannteste Liedermacher in kölscher Sprache, "Bläck-Fööss-Texter und Freund der "SakkoKolonias" vergangene Woche verstorben ist. So vielfältig das Liedrepertoire von besinnlich bis fröhlich war, so waren auch die Instrumente. Neben E-Piano, kleinem Akkordeon und E-Gitarre wurde auch gekonnt auf der Guitalele - eine Mischung aus Gitarre und Ukulele - gespielt.

 

Mit Unterstützung diverser KG-Mitglieder kam das Märchen "Hänsje und Gretche im Burgauer Bösch" auf die Bühne. In dieser speziellen Variante treffen die zwei "Pute" nämlich nicht auf ein Lebkuchenhaus, sondern ein "Hüschen us Röggelche un Kies" und begegnen der Hexe Hackefey und diversen anderen Personen. Wie bei jeder Vorstellung gab es auch Überraschungsgäste. Ein Duo der "Muuzemändelcher" aus Köln bewies, dass es auch ohne Mikrofon den Saal fesseln kann und unterhielt die Gäste mit dem Ave Maria von Bach, dem "Soldat am Wolgastrand", verschiedenen Jodlern, der "Geschichte von Ärpelsbur" und trällerte zum Schluss ein "Tragt Milliarden nach Athen, mit Wunsch kommt recht bald wieder...". (hf)

 

 

Rheinische Post vom 29. November 2011

 

"Thekentöne" von SakkoKolonia

Bettina Wagner und Theo Krumbach mit kölschen Tönen. RP-Foto: UM

von Gabi Knops-Feiler

Rheindorf. Volles Haus, super Stimmung und großartige Musiker. Genau das hatte sich Hagen Norhausen, Wirt der gleichnamigen Gaststätte, vorgestellt, als er das Mundart-Duo "SakkoKolonia" Bettina Wagner und Theo Krumbach in der KulturStadtLev-Reihe "Thekentöne" verpflichtete. "Krätzcher, Leedcher und Blues" lautete die Überschrift des Programms, das die in Opladen geborene Sängerin und promovierte Musikwissenschaftlerin und der echte Kölsche mit Gittalele (Mix aus Gitarre und Ukulele) und Akkordeon präsentierten. Mit den schönsten kölschen Liedern, vor allem aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, trafen sie den Nerv des Publikums und verwandelten Norhausens Kneipe in einen Hexenkessel.

 

"Wir empfinden uns als einer der letzten Vertreter des kölschen Brauchtums", sagte Theo Krumbach. Verdeutlichten beide in der ersten Hälfte noch, dass Karneval nicht zwangsläufig immer nur Höhner-Pizza bedeutet, so stimmten sie nach der Pause mit leisen, aber nicht weniger kölschen Tönen auf Weihnachten ein. Mit eigenen Liedern und denen alter Künstler wie Toni Steingass und Willi Ostermann setzten sie durchgängig auf Blues und gute alte "städtische Volksmusik", sprich mit kölschem Humor versetzte Krätzcher. Blues-Rap, Rock, Traditional – in sämtlichen Genres waren "SakkoKolonia" zuhause. Es ging los mit "Kölsche Mädcher, die sin löstig", in dem die "Vier Botze" nach dem Krieg erklärten, warum die Mädchen so gut riechen. Um das zu unterstreichen versprühte "Tini" reichlich 4711.

 

Zwischendurch gab es kurze Geschichten, in die Lieder mischten sich kleine Kabbeleien. Das galt besonders für "dä Kölsche Explezier", bei dem die ganze Ausdruckskraft der kölschen Sprache zur Geltung kam. Der Abend endete harmonisch mit "Loht uns fruh un lustig sin".

 

 

Kölner Stadt Anzeiger vom 15. November 2011

 

Gummihuhn und Blutwurst

 

Theo Krumbach und Bettina Wagner singen für den Nubbel.(Foto: Franz Schwarz)Senftöpfchen. Sie singen, sie tanzen, sie betteln. Sie brauen einen Trank aus Gummihuhn und Blutwurst. Alles nur, um den Nubbel wieder auferstehen zu lassen und ihn zu überzeugen, wieder nach Köln zu kommen. Denn ohne ihn geht es nicht, ohne ihn findet Karneval nicht statt. Und Bettina Wagner und Theo Krumbach vom Duo SakkoKolonia haben sich vorgenommen, den Nubbel zurück ins Leben zu locken. Gemeinsam mit Karnevalsfachmann Volker Gröbe singen sie im Senftöpfchen vor des Nubbels Grab liebevoll heimatliche Köln-Lieder. Von einem alten Kölner Karnevalslied aus dem Jahre 1845 bis zu Trude Herrs Erfolgssong "Ich will keine Schokolade".

 

Und die Zuschauer singen mit. Sie tragen Hütchen, eine Pappnase oder ein komplettes Kostüm. Sie schunkeln und applaudieren. Sie lassen sich von Wagner und Krumbach in die kabarettistische Nubbel-Auferstehungs-Show "Die wundersame Wiederkehr des Nubbels" entführen. In die liebevolle, freundliche kölsche Karnevals-Welt, in der es um mehr geht, als zu trinken, sondern vor allem um Spaß und gute Laune, um alte Kölner Lieder und Geschichten. Und um den Nubbel. Der eigentlich eine Strohpuppe ist, die während der Session über den Eingängen der Kneipen hängt, als Sündenbock gilt und jedes Jahr in der Nacht zu Aschermittwoch gemeinsam mit den Sünden verbrannt wird.

 

Als sich dann noch vier gestandene Männer im weißen Tütü auf die Bühne wagen und Ballett tanzen - oder es wenigstens versuchen - kann auch der Nubbel nicht mehr widerstehen: Er kehrt zurück, und damit endet auch die Aufführung. Sie entläßt die Gäste gut gelaunt in den Abend. Eine Vorstellung, die sehr liebevoll für nur einen Abend eingeprobt und vorgeführt wurde. (kadi)

 

 

Express vom 14. November 2011

 

Nubbelauferstehung gefeiert

 

Bettina Wagner (l.) begrüßt mit Wolfgang Lichius (2. v. r.) und seiner Truppe den Nubbel (M.). (Foto: Michels)Im Senftöpfchen wurde am Wochenende eine Tradition zelebriert, die es bisher nur in Düsseldorf gibt: So, wie dort am Niederrhein der Hoppeditz zu Beginn der Session erweckt wird, wollen Bettina Wagner und Theo Krumbach alias "SakkoKolonia" in Köln den Nubbelwieder auferstehen lassen. [...]

 

Dafür hatte das Duo eine Truppe engagiert, die man nur mit viel Wohlwollen als "das etwas andere Herrenballett" bezeichnen kann. Unter schallendem Gelächter der Senföpfchen-Prinzipalin Alexandra Kassen und ihrer Gäste riefen [...] Wolfgang Lichius und seine Mannen unter Wagners Anfeuerungsrufen eine blaue Tonne an, aus der dann Michel Rheinländer als Nubbel entsprang. Das Publikum lachte Tränen - Mission vollbracht! So dargeboten ist das eine Tradition, die Köln gern aus Düsseldorf übernimmt...

 

 

Dürener Nachrichten vom 14. November 2011

 

Eine jecke Gala der guten Laune

Begeisterten mit ihren "Krätzcher": Bettina Wagner und Theo Krumbach (Foto: Anneliese Lauscher)

Zum Sessionsauftakt im Haus der Stadt bietet die Capella Villa Duria ein mitreißendes Konzert. Herbert Schmidt führt gut gelaunt durch das vielseitige Programm. Viel Beifall für die Krätzcher an der Quetsch.

 

Düren. Zur Sessionseröffnung wurden am Freitag noch zusätzliche Stühle im Haus der Stadt aufgestellt, denn den heiß ersehnten Start in die fünfte Jahreszeit wollten sich viele Dürener nicht entgehen lassen. Von Beginn an gelang ein mitreißendes Konzert. [...]

Stürmisch begrüßt wurde das Duo "SakkoKolonia", Bettina Wagner und Theo Krumbach. Die beiden in richtig Kölscher Art "Krätzcher" und witzige Lieder vor. Dazu passten die "Quetsch" und die "Gittalele" perfekt. Ein temperamentvoller Liedvortrag "met Krawumm", worin "ne Kölsche Lebenslauf" erzählt wurde, gewürzt mit rhythmischen Tanzschritten, rief begeisterten Beifall hervor. Richtig Karneval, das sind "volljesoffene, grölende Jugendliche", meinen die beiden; und dann zündeten sie mit "Dat es Karneval" [...] eine übermütige Gute-Laune-Rakete. [...](ch).

 

 

Dürener Nachrichten vom 13. Dezember 2010

Einfach unschlagbar: Theo Krumbach und Bettina Wagner machten die kölsche Weihnachtsfeier der KG „Närrische Nord-Dürener“ im Post-Hotel zum durchschlagenden Erfolg. (Foto: Hahn)

Kölsche Frohnaturen tragen das

Herz am rechten Fleck

 

Als Duo "SakkoKolonia" schüren Bettina Wagner und Theo Krumbach den Enthusiasmus ihres närrischen Publikums im Post-Hotel.

 

Düren. Kölner und Dürener verbindet mehr als nur eine S-Bahn-Linie. […] Und es ist kaum ein Wunder, dass die zwei Vorstellungen des Programms „Nä, wat en Hellige Naach!“ im knackig voll besetzten Saal des Post-Hotels zum Erfolg durch und durch wurden. Ein begeisterungsfähiges Publikum und Künstler, die diesen Enthusiasmus noch weiter zu schüren verstehen: Sie sind die tragenden Säulen dieses Beispiels für noch ziemlich unverfälschte Volkskultur. Im Kern des Geschehens stehen dabei Bettina Wagner und Theo Krumbach. Zusammen sind sie das Duo „SakkoKolonia“, unterhalten ihr Publikum streckenweise ebenso derb wie herzlich – so wie der Kölner und die Kölnerin halt gebaut sind – und tragen dabei das Herz stets am rechten Fleck.

 

"Nä, wat en Hellige Naach!"

Obwohl nur zwei an der Zahl, schaffen es Wagner und Krumbach immer wieder, ein ganzes Arsenal an Figuren zu erschaffen. Ein Beispiel: Tante Hilde, die etwas merkwürdig drauf ist und es im Lauf des Liedes „Nä, wat en Hellige Naach!“ (das dem ganzen Programm und der neuen SakkoKolonia-CD den Namen gegeben hat) schafft, die gute Stube in ein unentwirrbares Chaos zu verwandeln. So wie dieses Lied, so gleichen die Auftritte dieses Duos nicht auseinander zu dividierenden Gesamt-Kunstwerken. In das Lied hinein mischen sich kleine Wortwechsel und Szenen, verweben sich zu etwas Neuem. Vollends unschlagbar werden Bettina Wagner und ihr männlicher Widerpart, wenn sie ihrem komödiantischen Affen Zucker geben dürfen und als volltrunkene Zecher perfekt in Körpersprache und Zungenschlag über die Bühne lallen und torkeln, dass es nur so eine Lust ist. […] (ch).

 

 

Kölner Stadtanzeiger vom 7. Dezember 2010

 

„Chresskindje, mer bruche dich“

Auf der Bühne des Bergischen Löwen ging es vorweihnachtlich zu. Foto: Arlinghaus

Konzert: Besucher bejubeln die "Kölsche Weihnacht" im Bergischen Löwen.

 

von Gisela Schwarz

Bergisch Gladbach. „Hänsel und Gretel“ als intelligente Problemlöser im Königsforst, Weihnachtslieder op kölsch und in Swing- und Jazzversion - „Die Kölsche Weihnacht“ von Krätzjessänger Thomas Cüpper und Buchautor Heinz Monheim im Bürgerhaus Bergischer Löwe geriet am Sonntag wieder zur großer großen musikalischen Bescherung. Alle fünf Vorstellungen bis Mittwoch sind schon lange ausverkauft. […]

 

Den Höhepunkt jedoch bot das Duo „SakkoKolonia“, Bettina Wagner und Theo Krumbach als „Hänsel und Gretel“ im Königsforst. Nee, wat waren die froh über das „Kamellebüdche“, wo „et jet zo müffele“ gab. Als Thomas Cüpper hinter dem Hexenhäuschen als voluminöse Hexe hervortrat, wurde er mit einem rheinischen Muschelgericht vergiftet. Zur Belohnung gab es Humperdincks „Abendsegen“: „Abends, wenn ich schlafen geh', 14 Englein um mich stehen...“ Statt der Engelein stieg Heinz Monheim von seinem Samtthron herab. Ein hinreißendes Szenario.

 

 

Dürener Nachrichten vom 14. Dezember 2009

 

Besinnlich und heiter auf rheinische Art

Weihnachtslieder mal etwas anders: Das Duo SakkoKolonia präsentierte bei der "Kölschen Weihnacht der Närrischen Norddürener Lieder rund um Advent und Heiligabend mit rheinischem Zungenschlag. Foto: Andreas Bongartz

Die KG "Närrische Norddürener" lädt erstmals zu einer "Kölschen Weihnacht" und landet einen vollen Erfolg. Das Duo SakkoKolonia trifft den Nerv des Publikums mit Liedern und Geschichten und sorgt für prächtige Stimmung.

 

Düren. Wenn kölscher Humor auf Weihnachten trifft, dann ist das besinnlich und fröhlich zugleich - und es ist ein wahrer Publikumsmagnet. Die KG "Närrische Norddürener" hatte jetzt erstmals zu einer "Kölschen Weihnacht" eingeladen und es wurde ein voller Erfolg: Gefülltes Haus und gute Stimmung, dazu zwei Vollblutentertainer auf der Bühne, die es wunderbar verstanden, die Balance zwischen leisen und humoristischen Tönen zu treffen.

 

Das Duo SakkoKolonia präsentierte im mit 186 Besuchern ausverkauften Dürener Posthotel "Chressdagsleedcher" und "Adventskrätzcher" und zeigte, dass kölsche Musik nicht zwangsweise Karnevalslieder à la "Höhner" oder "Bläck Fööss" bedeuten muss.

 

Mit Akkordeon, Ukulele und Keyboard spielten die zwei Kölner, Bettina Wagnerund Theo Krumbach, alte und neue Weihnachtslieder. Natürlich stets mit kölschem Idiom. Da wurde aus dem bekannten Spiritual "Go tell it on the mountain" schnell "Jangk saach et alle Minsche". Schützenstellung im Geiste bekamen Wagner und Krumbach dabei vom "Bläck Fööss"-Texter Hans Knipp, der viele der präsentierten Lieder getextet und mitkomponiert hat.

 

Ihre "Chressdagsleedcher" bekamen aber nicht nur durch den rheinischen Zungenschlag eine besondere Note. Vielmehr wohnte den Songs neben dem Geist der Weihnacht noch eine weitere Grundhaltung inne, die Bettina Wagner an anderer Stelle des Auftritts offenbarte: "Wir kommen ja eigentlich vom Blues her", ließ sie da in einem Nebensatz verkünden. Die Wurzeln des Duos zeigten sich immer wieder in ihrem Spiel, bei dem es die "Sakkos" kaum auf der kleinen Bühne hielt. So mischte man sich denn unter die Gäste, tanzte auf und ab und sang aus vollem Halse.

 

Die Spielfreude des Duos steckte an, schnell sang und klatschte der ganze Saal mit.

 

Zwischen ihren Liedern gaben die Musiker immer wieder kurze Geschichten zum Besten, über et Chresskindche, Marieche und Zimmermanns Jupp (für Nichtkölner das Christkind, Maria und Josef). Ein anderes Mal erzählten sie vom Vater, der am "hillige Ovend" mit einer krummen Tanne nach Hause kommt. Mit Hilfe einer Flasche Schnaps schafft er es, dass der Weihnachtsbaum irgendwann gerade steht. Vom Vater kann man das allerdings nicht mehr behaupten... Das kennt man, das kommt an. Die Kölner hatten die Lacher auf ihrer Seite.[...]

 

 

Dürener Nachrichten vom 12. Dezember 2009

 

"Chressdagsleeder" und "Adventskrätzcher"

Düren. Volles Haus, gute Stimmung und auf der Bühne zwei Kölner Künstler, die "schwade" und singen ohne Unterlass - so hatte sich Herbert Schmidt das wohl vorgestellt. Der Präsident der KG "Närrische Norddürener" kann sich entspannt zurücklehnen, bei der ersten "Kölschen Weihnacht", die seine Gesellschaft im Dürener Posthotel veranstaltet, läuft alles rund.

 

Das liegt natürlich vor allem an Dr. Bettina Wagner und Theo Krumbach. Als Duo "SakkoKolonia" gestalten die Kölner die "Kölsche Weihnacht" fast im Alleingang und sind dabei höchst unterhaltsam. Einfach knuffig, das Zusammenspiel zwischen Wagner und ihrem knorrigen Bühnenpartner Krumbach.

 

Zudem haben sie von Hans Knipp noch Rückendeckung. Der ist zwar nicht vor Ort, dafür erklingen aber viele Lieder des Texters, der auch schon zahlreiche Lieder für die Bläck Fööss geschrieben hat...

 

Mit viel Elan präsentieren die Sakkos Knipps Lieder sowie andere "Chressdagsleedcher" und "Adventskrätzcher". Dabei geht es fröhlich, aber auch besinnlich zu. Zu hören gibt es sowohl alte, als auch moderne Weihnachtslieder. Alles auf Kölsch.Da wird aus dem bekannten Spiritual "Go tell it on the mountain" schnell "Jangk, saach et alle Minsche", ebenso wie Maria und Josef fortan "et Marieche und Zimmermanns Jupp" sind.

 

Die über 180 Zuschauer sind auf jeden Fall begeistert, lachen und singen aus vollem Halse mit. Die Kölsche Weihnacht - ein voller Erfolg.

 

 

Gemeindebrief der St.-Paulus-Gemeinde vom 1/2009

 

Chressmett op Kölsch, ein voller Erfolg

 

[…] Als Gäste war das Duo „SakkoKolonia“ eingeladen und trug sehr feierlich und nicht weniger virtuos mit Liedern wie „Chresskindche kütt“, „Wann ich meer jet wünsche künnt“, „O do klein Dörfche Bethlehem“ zu der wirklichen Freude, dass Jesus geboren wurde, bei. Das Schlusslied von SakkoKolonia „Jangk, saach et alle Minsche“ (auf der Basis der Melodie des Spirituals „Go, tell it on the mountain“, von ihnen ins Kölscher übersetzt) riss alle Besucher der Christmette von den Sitzen. Von „Quetsch“ und „Schnüsseklavier“ des Duos begleitet, gab es kein Halten: Alle sangen und klatschten im Rhythmus mit. Das war wirklich Freude pur!

 

 

Dürener Nachrichten vom 13. November 2008

 

Jecke Lieder treffen ins Herz

 

Besonderer Karnevalsauftakt im Haus der Stadt: Die Cappella Villa Duria und die Närrische Akademie bieten ein schwungvolles Konzert mit Stücken aus den fünfziger Jahren. Spaßiges und Besinnliches.

 

Mundart-Duo begeistert - Gerne in Sakkos

[…] Hinter den Namen, der daher kommt, weil beide Künstler gerne Sakkos tragen, verbargen sich Dr. Bettina Wagner und Theo Krumbach, Zugnummern der Kölner Kleinkunstbühnen. Sie trugen alte kölsche Lieder vor, präsentierten Krätzchen, Alltagsgeschichten musikalisch erzählt, ferner tiefsinnige und humorvolle Poesie (geschrieben von Willi Ostermann, Karl Berbuer und anderen) in zweistimmigem Gesang und begleiteten sich auf dem Akkordeon und der Gittalele (eine Mischung aus Gitarre und Ukulele) und landeten den Treffer des Abends, also sie einen Evergreen zu „Dürener Mädcher, Dürener Junge, sin dem Herrjott jot jelunge“ umdichteten. […]

 

 

Website www.jeckopkoelsch.de vom 10. November 2008

 

Muss es denn immer so laut sein?

 

So oder ähnlich könnte die Frage lauten, wenn man die letzten Berichte von der CD Präsentation und Lanxessarena gelesen hat. Das es aber auch ganz anders geht, wurde in der letzten Woche eindrucksvoll bewiesen.

Ein Handvoll exzellenter Musiker versammelte sich vorige Woche in einer Kneipe mit Bühne und präsentierte dort handgemachte Kölsche Musik. Also keine Verstärker, keine Boxentürme und ähnliches. Jittar, Flitsch und Quetsch waren die Instrumente die gespielt wurden. Um wen es geht????

 

Es dreht sich alles um SakkoKolonia (Dr. Bettina Wagner und Theo Krumbach), Weber & Weber (Horst und Jörg Weber) und „Klimpermännche“ Thomas Cüpper. Sie haben sich vor einigen Monaten zusammengetan und einen Kölschen Sampler auf den Markt gebracht. „Kölsche Krätzjer 1“. Ob alte Lieder von Eilemann, Jussenhoven oder Berbuer oder neue Texte und Musik. Diese 5 Musiker wollen dem Publikum zeigen das es 1. leiser geht und 2. das es noch Texte mit Hätz un Jeföhl gibt. Sie brauchen kein rotes Pferd oder Mallorca.

 

Und wenn Reinhold Louis die Moderation an diesem Abend macht und Geschichten zu den einzelnen Liedern erzählt und das Grußwort für die CD schreibt, weiß man um welche Qualität es sich bei dieser Musik handelt.

 

Und so war auch dieser Abend ein Abend in dem man sich teilweise zurückversetzt sieht in die musikalischen 30er, 40er und 50er Jahre, in die Zeit in der Texte noch Aussage hatten und die Menschen ergriff.

 

Mehr davon !!!!!!!!

 

 

Kölner Stadtanzeiger vom 18. September 2008

 

Lustiges aus Lind und Wahn

 

Krätzcher sind lustige Begebenheiten aus dem Alltag der Kölner. Viel gelacht wurde also bei „Kölsche Krätzcher – verzällt un gesungen“ mit Reimredner Charly Plückthun und dem Mundart-Duo SakkoKolonia im Pfarrheim der St. Aegidium Kirche in Wahn. Mit meist deftigem Humor erzählte Plückthun Rümcher und Anekdötcher aus Wahn und Lind, seinem Heimatort. So war beispielsweise seine frühere Lehrerin, das „Urgestein Fräulein Welter“, die Zeilscheibe seiner Scherze. Den musikalischen Ausgleich schufen Bettina Wagner und Theo Krumbach, auch bekannt als „das Tini“ und „Onkeltastentheodöres“, vom Duo SakkoKolonia. Die beiden präsentierten kölsche Klassiker und Lieder, die sie selbst komponiert haben. Um ihren Songs genügend Ausdruck zu verleihen, sang das Duo nicht nur, sondern stellte die Krätzcher auch mimisch dar. Plückthun und SakkoKolonia treten erst seit kurzer Zeit gemeinsam auf. Wagner zeigte sich bereits zufrieden mit dieser Konstellation: „Ich denke, wir passen schön zusammen.“ (Nadine Carstens)

 

 

Kölnische Rundschau vom 7. März 2008

 

Ein Herz für den kleinen Mann

 

„Der Tod ist nur dazwischen gekommen“, sagte Margot Schiesberg, Wirtin des „Weißen Holunders“ am Mittwochabend. Doch zum Konzert in Anwesenheit des „Puutedokters vun Riehl“, wie Henner Berzau genannt wurde, kam es nun leider doch nicht – der Kinderarzt aus Riehl verstarb am 8. Januar. So wurde aus dem mit gut 120 Besuchern restlos ausverkauf-ten Konzert des Duos „SakkoKolonia“ ein wenig auch ein Erinnerungskonzert in der Veedelskneipe. Die Bandmitglieder Dr. Bettina Wagner und Theo Krumbach stellten nämlich ihre neue CD vor, die sie mit Henner Berzau geplant und produziert hatten. Mit zweistimmigem Gesang, Akkordeon, Gittalele (eine Mischung aus Gitarre und Ukulele) interpretierten „SakkoKolonia“ bekannte Lieder und Chansons des gebürtigen Magdeburgers, aber auch Neuvertonungen seiner Gedichte. Das „Kölsch der kleinen Leute“, so Wagner, lernte Berzau in seiner Kinderarztpraxis. Seine Texte beschreiben alltägliche Begebenheiten und die Sorgen des kleinen Mannes. Wer das Konzert verpasst hat: Am Sonntag, den 16. März, 19.30 Uhr, gib es ein Zusatzkonzert im „Weißen Holunder“, Gladbacher Straße 48 [...].

 

 

Kölner Stadtanzeiger vom 7. März 2008

 

Gedenk-Konzert

 

Das kölsche Erinnerungskonzert an Henner Berzau, der im Januar mit 86 Jahren verstorben war, sei ganz im Sinne ihres Vaters gewesen, begeisterte sich Ingrid Berzau. Die Leiterin des Freien Werkstatt Theaters (FWT) dankte Theo Krumbach und Bettina Wagner von „SakkoKolonia“, die im „Weißen Holunder“ Lieder und Chansons des Komponisten und Riehler Kinderarztes Berzau vorgetragen hatten. „Henner fehlt uns“, sagte Wagner und ermunterte das Publikum, zu singen, zu schunkeln und sich an den Texten des „Doktors mit der Quetsch“ zu erfreuen.

 

 

Dürener Nachrichten vom 21. Januar 2008 und

Dürener Zeitung vom 22. Januar 2008

Der Lehrer Welsch in Doppelbesetzung:Theo Krumbach und Dr. Bettina Wagner präsentierten in der Närrischen Akademie historische Karnevalslieder. Foto: Peter Zündorf

Jecke mit Diplomen

 

Bei der "Närrischen Akademie" im Haus der Stadt

 

Düren. Zum vierten Mal tagte jetzt die „Närrische Akademie“ der KG Närrische Nord Dürener im Haus der Stadt. „Krätzcher, Parodie un Coupletcher“, lautete das Thema der rund fünfstündigen Vorlesung. Vorgestellt und historisch eingeordnet wurden Kölner Karnevalslieder aus der Zeit von 1823 bis 1950, dies wie immer vom Lehrer Welsch höchst persönlich.

 

Der Lehrer sprach dieses Mal sogar in Doppelbesetzung zu seinen Studenten. Das Duo SakkoKolonia alias Dr. Bettina Wagner und Theo Krumbach hatte sich die Mühe gemacht, mehr als ein Dutzend historische Karnevalslieder herauszusuchen.

 

Ein fundierter musikwissenschaftlicher Vortrag von Wagner gepaart mit der musikalischen Finesse von Theo Krumbach ließ bei den Studenten keine Langeweile aufkommen. Aufgelockert wurde der Unterricht zusätzlich durch zahlreiche Darbietungen der Närrischen Nord-Dürener. Passend zum Anlass waren viele Besucher als Schüler und Studenten verkleidet im Hörsaal erschienen. Und so fiel es ihnen leicht, sich in die Rolle der Lernenden rein zu finden.

 

Für die ganz besonders fleißigen unter ihnen gab es den verdienten Lohn für sieben oder acht Semester Studium an der Närrischen Akademie. Sie durften nach dem Ende der Vorlesung ihr närrisches Diplom in Empfang nehmen. Beendet ist ihre Ausbildung damit allerdings noch nicht. Viele Absolventen waren von der Atmosphäre der Akademie derart begeistert, dass sie die Vorlesung wohl im nächsten Jahr wieder besuchen werden. Und dann winkt ihnen vielleicht bald auch ein närrischer Doktortitel.

 

 

Kölner Wochenspiegel vom 27. Dezember 2007

 

Duo Sakkokolonia spielt Lieder von Henner Berzau

Das SakkoKolonia-Duo Theo Krumbach und Bettina Wagner zusammen mit Songschreiber Henner Berzau (M.). (Foto: Jantschik)

Theo Krumbach und Bettina Wagner im CBT-Wohnhaus

 

Südstadt. Das Kölner Duo "SakkoKolonia" trat anlässlich seiner neuen CD "SakkoKolonia spielt Lieder und Chansons von Henner Berzau" im CBT-Wohnhaus An St. Georg auf. Das Duo spielte im ersten Teil des kleinen Konzertes ausgewählte Lieder der neuen CD und im zweiten Teil weihnachtliche Stücke aus der Feder Berzaus. Die Bewohner des Wohnhauses waren begeistert - unter ihnen der große Kölner Liedermacher Henner Berzau selbst.

 

Der mittlerweile 86-jährige Musiker, der in Köln besser bekannt ist als der "Puutedoktor vun Riehl", hat im Laufe seines Lebens um die 300 Lieder in kölscher Sprache geschaffen. Während Henner Berzau seine Lieder meist für einen bestimmten Interpreten geschrieben hat, sind die SakkoKolonia-Musiker Bettina Wagner und Theo Krumbach als Berzau-Interpreten der zweiten Generation zu betrachten. Das Duo präsentiert auf seiner aktuellen CD neben Neuinterpretationen einiger Titel Berzaus und Neuvertonungen bestimmter Texte auch Erstveröffent-lichungen bisher unbekannter Titel. An der Zusammenstellung der CD hat Henner Berzau aktiv mitgearbeitet.

 

Die promovierte Musikwissenschaftlerin Wagner, genannt "dat Tini", und ihr Partner Krumbach, auch bekannt als "Onkeltastentheodöres", musizieren seit 2000 gemeinsam als SakkoKolonia. Die sympathischen Kölner Künstler, die beide gerne Sakko tragen, schenken den Liedern ihres Freundes Henner mithilfe ihrer neuen CD gerne eine Zukunft. Denn laut Wagner und Krumbach beweisen die Stücke Berzaus, dass es auch kölsche Musik gibt, die nicht nur als Begleitung zum feucht-fröhlichen Schunkeln dient. "Es ist uns wirklich ein Bedürfnis zu zeigen, dass man mit der kölschen Sprache alles machen kann, nicht nur Schunkelwalzer und 'Da simmer dabei, dat is prima!'", so Krumbach in der Pause des Konzertes. Wer sich die CD anhört, wird sich selbst davon überzeugen können, dass jedes einzelne Lied tatsächlich eine gewisse philosophische Note aufweist. (tj)

 

 

Kölnische Rundschau vom 18. Dezember 2007

 

Bescherung

 

Eine doppelte Freude machte das Duo „SakkoKolonia“ alias Bettina Wagner und Theo Krumbach, dem kölschen Liedermacher Henner Berzau: Zum einen widmen sie sich mit ihrer neuen CD Berzaus Liedgut und zum anderen kamen sie zur Präsentation derselben extra zu ihm im Altenwohnhaus „An St. Georg“. Auch wenn das Alter dem 86-jährigen zusetzt, war er bei der Erstellung der CD beteiligt, da er die Lieder auswählte und auch bei der Umsetzung mithalf. „Wir lernten Berzau erst spät kennen und deshalb schrieb er leider keine Lieder mehr für uns. Wir entschlossen uns daher, bekannte Stücke neu zu vertonen und unveröffentlichte Lieder sowie lyrische Texte aufzunehmen“, erklärt Krumbach die Hintergründe zur Entstehung der CD. „Da die Lieder authentisch sein sollten, nahmen wir sie nur sparsam instrumentiert im Wohnzimmer auf, also dort, wo Berzau seine Lieder auch selbst verfasste.“

 

 

Kölner Stadtanzeiger vom 12. Dezember 2007

 

Wunderbar gefühlsselig

 

Willi Ostermanns Klassiker durften nicht fehlen: Bei der Revue im Bergischen Löwen stand die „kölsche Sproch“ im Vordergrund

 

Von Karin Grunewald

Bergisch Gladbach.  […] Die Akteure wanderten sicher auf dem schmalen Grat der Mundart, auf dem man auch schnell in den Karneval hätte abrutschen können. Dennoch wäre das Kölsche ohne den kölschen Humor undenkbar, der in den Nummern mal mehr, mal weniger, aber stets mit genauer Beobachtung des alltäglichen Lebens mitschwang. […] So auch beim Krätzjen-Duo „SakkoKolonia“, das zwischen eher derb und wunderbar gefühlsselig seine Nummern darbot. Standen den Zuschauern beim Krippenspiel und der Vorbereitung des Festessens, die im Vollrausch endet, noch die Lachtränen in den Augen, so waren es gleich darauf eher die Tränen der Rührung beim leise am Klavier gegleiteten Duett über das Wesen des weihnachtlichen Schenkens. […]

 

 

Extra Blatt vom 07.12.2007

 

"Jitt et dän Esel noch?"

 

SakkoKolonia und Willi Armbröster begeisterten mit kölschen Tön

 

Oberdollendorf. Unter dem Motto „Kölsche Krätzjer – verzällt un jesunge“ hatte der Heimatverein Oberdollendorf und Römlinghausen laut Lothar Vreden „ein kölsches Menü“ im Bungertshof zusammengestellt.

 

Dabei erschien Vreden selbst zunächst als „Gruß aus der Küche“, bevor das Duo SakkoKolonia zu Halvem Hahn und Flönz als ersten Gang Eigenkompositionen und alte Kölner Lieder servierten. Doch Bettina Wagner und Theo Krumbach sangen ihre Kräzjer zur Quetsch nicht nur, zwerchfellerschütternd anschaulich übersetzten sie diese mit ganzem Körpereinsatz, und so wurden die „löstijen“ kölschen Mädchen, die „joot rüchen“, und die kölschen Fiaker-Pferde der vorletzten Jahrhundertwende sehr lebendig. Zwischendurch ein bisschen „Drissverzäll“, bevor der alte Schlager von 1932 „Mir riggen mit däm Esel op dä Drachenfels“ erklang, den erstaunlich viele Zuhörer mitsingen konnten. Manche Lieder bleiben ewig jung. Als weiterer „köstlicher Gang“ erschien Willi Armbröster, der auf sein unnachahmliche Art einige Krätzjer und jeden Menge Kokolores verzällte.

 

Man muss eben nicht immer bis Köln fahren, um einen herrlichen „Kölschen Ovend“ zu erleben.

 

 

General-Anzeiger vom 29.11.2007

 

Ein Ritt auf dem Esel ist gut fürs Gemüt

 

BRAUCHTUM Beim Kölschen Abend des Heimatvereins Oberdollendorf bleibt kaum ein Auge trocken. Dafür sorgt das Duo “SakkoKolonia”

Da geht die Post ab: Das Duo “SakkoKolonia” lässt es auf der Bühne des Bungertshofs beim Oberdollendorfer Mundartabend sichtlich krachen.FOTO: FRANK HOMANN

 

Von Bernd Humpert

OBERDOLLENDORF. "Gibt es noch den Esel?" fragte "dat Tini" in die heitere Runde im Bungertshof. Ja, schallte es Bettina Wagner entgegen. Und dann erlebten die Besucher des Kölschen Abends des Heimatvereins Oberdollendorf und Römlinghoven einen herrlichen "Ritt" auf den Königswinterer Hausberg. "Mer rigge met dem Essel op der Drachefels", sang das Duo "SakkoKolonia", zu dem neben "dat Tini" auch noch Theo Krumbach gehört, der mit der Quetsch. Beide stehen für kölschen Krätzchengesang, den sie mit komödiantischen Einlagen paaren und damit die alte Tradition der Divertissementcher weiterführen.

 

Was das ausgerechnet für die Bezwingung des Drachenfels auf dem Rücken eines Esels bedeutete? Nun, das Duo schob eng hintereinander über die Bühne: das waren schon mal vier Beine. Und "dat Tini" bewegte dabei so urkomisch ihr Hinterteil, dass die Lachtränen beim Publikum wie Eselsköddele perlten. Wie sagte doch die Sängerin zur Einstimmung: "Ein Ritt auf den Drachenfels ist gut fürs Gemüt."

Seit den achtziger Jahren pflegen die beiden Künstler den kölschen Gesang jenseits der gängigen Karnevalsmusik. Weil beide gern Sakko tragen, hatten sie damals auch schnell ihren Namen gefunden: "SakkoKolonia". Unter diesem Titel sind die promovierte Musikwissenschaftlerin und ihr Partner, der sich früher schon einen Namen in der Blues- und Rockszene erworben hatte und als "Onkeltastentheodöres" ein Begriff ist, mit abendfüllenden Programmen Zugnummer der Kölner Kleinkunstbühnen. Sie gruben alte kölsche Leedcher aus, holten Titel wie die vom Altmeister der leisen, tiefsinnigen und humorvollen Poesie, Henner Berzau, von Willi Ostermann, Jakob Dreesen, Heinrich Körschgen oder Karl Berbuer hervor.

 

Und so erklangen nun Lieder wie "Ich muss et üch sage", "Em Zibbelonische Gade" oder das "Kölsch Fiaker-Leed". Bei dem berühmtesten Stück aus der Revue "Der Feldmarschall vum Kümpchenshoff" aus dem Jahre 1927 stimmten die Gäste lautstark ein: "Kölsche Mädcher, kölsche Junge, sinn dem Herrjott joot jelunge." Die aus dem Siebengebirge aber auch. Das bewies Büttenass Willi Armbröster. Der Niederdollendorfer streute seinen Witz und Humor ebenfalls ein, währenddessen die beiden Krätzchensänger mal gut durchatmen konnten. Er hatte so hübsche Episoden auf Lager wie die vom "feinen Pinkel", der während des Karnevals fährt "nach Reit im Winkel", wo er dann mit anderen Fastelovendsemigranten im Fernsehen den Rosenmontagszug ansieht und grölt: "Ich möch ze Fooß nach Kölle jonn".

 

Besinnlich wurde es im zweiten Teil des Abends mit Liedern wie "Unser Bäumche" oder "Wann ich meer jet wünsche künnt". Auch Willi Armbröster erzählte humorvoll eine reizende, aber auch tiefgründige Geschichte von einem, der mitten im Sommer auf dem Speicher die alte Krippe von der Oma findet, sie aufbaut, ein Kerzchen anzündet und überlegt, welche Gedanken wohl die Menschen im Stall bewegt haben könnten. Armbröster: "Maria dacht sich voll Vertrauen: Hat dat nich prima hinjehauen? Termingerecht zur heiligen Nacht, hab ich das Kind zur Welt gebracht." Beim Einpacken der Krippe winkte das Jesuskind noch mal: "Denk an mich, lass uns hier oben nicht im Stich." Und tatsächlich, Weihnachten baute Armbrösters Protagonist die Krippe in der guten Stube auf. Da waren auch die Zuhörer zufrieden. Aber denen hatte Heimatvereinsvorsitzender Lothar Vreden ja ohnehin zu Beginn versprochen: "Ich glööv, et wied ene wundeschöne Ovend."

 

 

Leverkusener Anzeiger vom 10./11. Februar 2007

 

Kein Grund, ins Bett zu gehen

 

Eine vergnügliche Zeitreise bot das Duo "SakkoKolonia" in der "Kolonie Eins".

 

Von Ana Ostrić

Alte Lieder aus Köln, neu verpackt, Gesang Bettina Wagner, am Klavier Theo Krumbach. Soviel zu den trockenen Fakten des Programms, das „Evergreens us Kölle neu verpack“ hieß und von „SakkoKolonia“ auf der Wiesdorfer Kleinkunstbühnen „Kolonie Eins“ gezeigt wurde. Was den Liederabend aber prägte, waren die Emotionen, ausgedrückt in Wort und Ton, widergespiegelt in den Gesichtern.

 

Dass die kölschen Lieder weit mehr sind als Begleitmusik zum feucht-fröhlichen Schunkeln und Taktgeber für Klatschmärsche auf den Karnevalssitzungen, ist eine Sache. Aber die gebürtige Opladenerin und der echte kölsche Jung haben sich für die Neuinterpretation der Hits von Ostermann, Jussenhoven und Co. auf eine musikalische Zeitreise begeben.

 

Wir haben uns gefragt, wann die Lieder entstanden sind und was damals modern war“, erklärte Wagner. Für den Großstadtverkehr, beschrieben in „Eets kütt et rut“, wählten sie einen fetzigen Boogie-Woogie und für die durchgebrannte Frau vom Schmitz ein bißchen Cha-Cha-Cha mit Gerassel. Mit einer Charleston-Einlage ließ die leicht verschnupfte, aber tapfere Bettina Wagner die „Roaring Twenties“ mit „Waröm solle mer ald en den Heija gonn“ aufleben. Ans Schlafengehen war zu diesem Zeitpunkt aber natürlich noch gar nicht zu denken, standen die Höhepunkte im zweiten Teil des Konzerts schließlich noch aus.

 

Im Jahre 1939 komponierten Jussenhoven und Schlösser „Die hinger de Jadinge ston un spinxe“, 1950 „D’r Molli“. Lieder, die eine politische Aussage haben und die Theo Krumbach mit wütender Stimme und kraftvollem Tastenspiel interpretierte. Den ursprünglichen Marsch „D’r Molli“ wandelte er dabei um in einen Shouting-Blues: „Das ist ein Aufschrei der Geknechteten!“ Den emotionalen Höhepunkt setzte schließlich Bettina Wagner mit ihrer traurig-schönen Darbietung von „Och wat wor dat fröher schön doch en Colonia“.

 

Das Publikum in der „Kolonie“ faßte sich ein Herz und sang leise, geradezu vorsichtig mit, um die besondere Melancholie dieser Zeilen nicht zu zerstören. Da bekam „dat Tini“ feuchte Augen, die Gäste schienen endlich warm zu werden und klatschten fortan kräftig mit. Beste Stimmung kam dann bei den Zugaben auf, sei es beim „Besuch em Zoo“ oder dem mit sakraler Andacht vorgetragenen “Kackleed“. Theo griff zur Quetsch, Tini versprühte reichlich 4711 und brachte die Sache auf den Punkt: „Wenn die Leute die Lieder nicht singen, dann ist Köln nicht mehr da.“

 

 

Kölner Stadtanzeiger vom 11. Juli 2006

 

„La Paloma“ mit leicht kölschem Akzent

Humba-Leichtmatrosentour führte musikalisch auch über den großen Teich

 

Das Publikum bekam in „Katzenburgs Garten“ neben Speis und

Trank einen reichhaltigen Kulturmix serviert.

 

Von Heribert Rösgen

WEISS – Die Konzertreihe „Leichtmatrosentour“ des Vereins „Humba e.V.“ machte am Sonntag am Weißer Rheinufer Station.

Das kölsche Krätzchen-Duo „SakkoKolonia“ hatte für die maritim angehauchte Musikrevue kurzerhand sein Repertoire erweitert. Auch wenn das „La Paloma“ von Theo Krumbach und Bettina Wagner mit leicht kölschem Akzent vorgetragen wurde, so stimmte doch die Szenerie: Wellen plätzscherten, Schiffe zogen vorüber. Dass das Meer noch ein gutes Stück entfernt liegt, hatte das beschwingt mit summende Publikum spätestens bei „Heidewitzka, Herr Kapitän!“ vergessen.

 

Mit dieser urkölschen Weise und weiteren Melodien von Meer und Rhein ging es ein kurzes Stück durch die idyllischen Sträßchen von Weiß bis zu „Katzenburgs Garten“. Die rund 150 Besucher bekamen im Garten an der Weißer Hauptstraße neben Speis und Trank auch einen reichhaltigen Kulturmix serviert […]

 

 

Reichshofkurier vom 21. Januar 2006

 

Weihnachtskonzert in Eiershagen

 

Von Cecilie Kinting

Der kürzeste Tag, die längste Nacht, 21. Dezember, Winteranfang. Es braucht schon einige Schwedenfeuer um in Eiershagen den Weg zum Sportheim zu beleuchten. Hierhin hatte die Ortsgemeinschaft zu einem vorweihnachtlichen Konzert ganz besonderer Art eingeladen. Das Trio SakkoKolonia greift auf ein erstaunliches Repertoire von alten und neuen Weihnachtsliedern zurück, die allerdings wenig mit der herkömmliche „Weihnachtsberieselung“ gemeinsam haben.

Dr. Bettina Wagner, Musikwissenschaftlerin, ihr Mann Theo (Düres) Krumbach und Wolfgang Seyffert pflegen die Kölsche Mundart wie keine anderen, und mit dem langjährigen Leiter der „Akademie för uns kölsche Sproch“, Volker Gröbe haben sie das passende Pendent zu ihren musikalischen Vorträgen. Volker Gröbe trägt in breitem Kölsch köstliche Geschichten rund ums Christfest vor. Adventskranzkrätzcher und Chressdagsleedcher waren für ein zahlreiches Publikum die richtige Einstimmung auf das bevorstehende Weihnachtsfest.

 

Die Chressdagsleedcher kamen so „vun Hätze“, dass Düres plötzlich selbst der Nussknacker war, indem er mitfühlte, sich das Jahr über im Kleiderschrank zwischen Mottenkugeln befand und nun hervorgeholt, jedesmal eins auf den Holzkopf bekam, wenn es Nüsse zu knacken galt. Er rebellierte, als er dann auch Paranüsse knacken sollte, mit seinen „parodontösen“ Zähnen ist er dafür wirklich nicht gemacht: er spuckte die Nüsse einfach über die Köpfe des Publikums hinweg.[…]

 

 

Kölner Stadt-Anzeiger vom 10./11. Dezember 2005

 

Weihnachten und andere Katastrophen

 

SakkoKolonia erzählt das wahre Leben

 

Zuschauer erleben einen vergnüglichen Abend voller Familienzwist

 

Von Johannes Schmitz

SIEGBURG. Ein Nußknacker mit Parondontose, zwei Pänz, die sich noch unter dem Tannenbaum einen Geschwisterstreit liefern und ein Familienvater, der daran leidet, dass die Ehefrau seinen Tannenbaum immer zu klein findet: Dies sind einige der Zutaten, aus denen das Trio SakkoKolonia einen unterhaltsam-feinfühligen Abend im Stadtmuseum formte.

Bettina Wagner, Theo Krumbach und Wolfgang Seyffert bieten eine gelungene Mischung aus besinnlichen Melodien und Texten zum Advent sowie aus humoristischen Elementen, die der rehinischen Frohnatur geschuldet sind, die sich auch am „hillige Ovend“ weigert, das Leben einfach nur ernst zu nehmen.

 

Wenngleich es Herausforderungen gibt, denen sich etwa das männliche Familienoberhaupt stellen muss. Dass das Schmücken des Christbaumes durch den ausgiebigen Genuss von Mirabellengeist letztlich dennoch an Muttern hängen bleibt, gehört zu den normalen Katastrophen, die sich unter dem Tannenbaum ereignen.

 

Was der Mundartdichter Hans Knipp zu einem flotten Liedtext verarbeitet hat, animierte Volker Gröbe zu einem amüsanten Verzällche über das selbe Thema. Gröbe, der ehemalige Leiter der „Akademie för uns kölsche Sproch“, wurde so zu einem unverzichtbaren Teil des Programms „Chressdagsleedcher un Adsventskranzkrätzcher.“ So überschrieben die drei Unterhaltungstalente von SakkoKolonia ihre Zusammenstellung alter und neuer, ernster und lustiger Lieder zur Weihnacht. Die Sieburger wurden so nicht nur geschmackvoll auf das Fest eingestimmt. Sie durften wieder einmal ihr Zugehörigkeitsgefühl zur rheinischen Metropole ausleben.

 

 

General-Anzeiger vom 9. Dezember 2005

 

STADTMUSEUM Kölner Mundartgruppe SakkoKolonia bringt Lieder und Verzällcher

 

Von Susanne Haase-Mühlbauer

SIEGBURG. [...] SakkoKolonia ist eine Kölner Mundartgruppe, die immer für Überraschungen gut ist. Mal graben sie einen alten Choral aus und schlagen mit ihm (in der Bearbeitung von Hans Knipp) den Bogen zurück in die Zeit „Vör zweidausend Johr“. Weihnachtliches mit kölschem Idiom – das ist der rote Faden durch das musikalisch-kabarettistische Weihnachtsprogramm der Kölner Truppe, die Altes mit Eigenem verbindet und auch Kompositionen vom Kölner Mundartkomponisten Hans Knipp im Programm hat. Interpretiert wird alles „nach dem Divertissementchen“, auf ganz eigene, typisch kölsche Art. So entwickelte die Truppe ihr „Weegeleed för et Chresskindche“ aus dem ältesten Kölner Weihnachtslied, das bereits im 19. Jahrhundert entstand. Den ureigenen Kölner Bezug zu den Heiligen Drei Königen, deren Gebeine schließlich im Kölner Dom liegen, bringen die drei Sakkos mit ihrem Lied „Die Drei vun Bethlehem“ auf den Punkt.

 

Da lauschten die 170 Besucher im Stadtmuseum den stimmungsvollen Gesängen und lustigen Verzällcher von Bettina Wagner, Theo Krumbach und Wolfgang Seyffert und genossen die „handgemachte“ Begleitung des Trios, das neben akkustischer Gitarre und Violoncello immer wieder gerne auf „Flitsch und Quetsch“ zurückgreifen. Gemeint sind Mandoline und Akkordeon, mit denen Krumbach und Seyffert beim Siegburger Konzert für dezente, atmosphärische Untermalung sorgten.

 

Atmosphärisch ging es auch bei den Textvorträgen von Volker Gröbe zu, der als Vierter im Bunde einen Teil des Kölschen Weihnachtsprogramms bildete. Der Kölner Autor, der als langjähriger Leiter der Akademie für kölsche Sprache nun seinen Schwerpunkt auf die Veröffentlichung kölscher Bücher und Vorträge gelegt hat, brachte diesmal neben einem eigenen Verzällcher auch eine fremde Geschichte aus der Weihnachtszeit. „E Kressdaachsrümche“ ist der Titel dieses Gedichts aus der Feder des Neunkirchen-Seelscheiders Ferdinand Böhm, der – zur Erheitung des Siegburger Publikums – Maria und Josef beim Empfang der Gaben einen waschechten rheinischen Humor unterstellt: „E Döppche met Weihrauch, Jold un Myrrhe. No saach, Marie, es dat nit irre? Der Weihrauch kann ich zwor nit ruche, ävver dat Jold, dat künne mer bruche. Un de Myrrhestrüßjer nemme mer och, die schmieße mer em Rusemondaachszoch!“

 

 

Kölner Stadtanzeiger vom 17. Januar 2005

 

Freche Sprüche und lustige Krätzcher

 

Ein Karnevalsprogramm mit alten kölschen Liedern erlebten die Besucher am Freitagabend in Wesseling.

 

Von Britta Havlicek

WESSELING. - [...] Anschließend hielt das Trio „SakkoKolonia“ mit dem Programm „Krätzcher, Kölsch und Kokolores von Ostermann bis hück“ die Gäste auf Trab. Als die drei Musiker den kölschen Evergreen „Kölsche Mädche, kölsche Junge sin dem Herrjott jot jelunge“ umformulierten, sang das Publikum den neuen Refrain begeistert mit: „Wesselinger Mädche, Wesselinger Junge...“ Sängerin Bettina Wagner mit wunderbar rauchiger Stimme, Akkordeonspieler Theo Krumbach und Wolfgang Seyffert mit der Mandoline trugen nicht nur die bekannten Krätzcher vor. Auch ihre rheinländisch-temperamentvolle Performance sorgte für Stimmung. Bei dem Lied „Mit dem Esel op de Drachenfels“ klapperte Seyffert mit Kastagnetten, um flottes Hufgetrappel zu imitieren. Dabei watschelten die drei auf der Bühne in einer Mini-Polonäse hin und her. Besonders gut kam ihr eigenes Lied „Mem Rädche durch de Königsfors“ an, bei dem das Trio eine Vatertagstour besang, die nach nur wenigen Metern in einer Deutzer Kneipe endete.

 

 

Express vom 4. Mai 2004

 

Wir bringen Kölnern das Krätzchen zurück

 

VEEDELS-TOUR „SakkoKolonia“ singen in Kneipen die ewigen Klassiker

 

Von Christof Ernst

KÖLN. Das Krätzchen kehrt zum Volk zurück: Morgen, am 5. Mai, startet das Kölner Trio „SakkoKolonia“ eine einmalige Kneipentour. Bis zum 23. Mai. werden Bettina Wagner, Theo Krumbach und Wolfgang Seyffert in 12 Veedels-Lokalen auftreten und ihre Krätzchen singen.

Kein Kölsch-Pop, kein Mundart-Larifari-Singsang und auch keine Mitgröl-Schunkel-Nummern werden da zu hören sein. Nein, die Musikwissenschaftlerin und ihre beiden Kollegen präsentieren Krätzchen aus zwei Jahrhunderten. Das älteste stammt aus dem Jahr 1868: Das Karusselchesleed von Josef Rösberg.

Bettina Wagner: „Es ist ganz erstaunlich, welche Gültigkeit diese Texte, die ja immer Alltagsbeobachtungen sind, auch heute noch haben.“ Die drei echten Kölsche, die immer im Sakko auftreten (daher der Name), bringen auch eigene Krätzcher, zum Beispiel das „Stadtgaadeleed“, in dem es um die Verschmutzung dieses Bürgerparks geht.

Sakkokolonia ist Teil eines seit einiger Zeit auszumachenden Trends: Zurück zum Handgemachten, zum Ursprünglichen. Auch Gerd Köster und Frank Hocker oder „Fuhrmann & Kulik“ haben damit Erfolg.

Jupp Schmidt von der „Akademie för uns kölsche Sproch“ war zunächst baff, als „SakkoKolonia“ vor drei Jahren bei ihm anklopfte: „Ich kannte die nicht. Aber als ich gehört habe, wie authentisch das bei denen rüberkommt, waren wir als Akademie sofort dabei.“

Jetzt geht also der besondere Zug durch die Kneipen los. Am Anfang steht ein Auftritt in der „Marktschänke Knippschild“ in Dellbrück. Keine Angst vor Gästen, die lieber in Ruhe ihr Kölsch trinken wollen? „Nein“, sagt Theo Krumbach, „wir holen uns schon die Aufmerksamkeit der Leute. Außerdem haben sie ja Eintritt bezahlt.“ Der liegt übrigens bei nur 7 Euro.

 

 

Kölner Stadtanzeiger vom 19.12.2003

 

Kartoffeln, so kostbar wie Gold

 

Heiteres und Besinnliches von Tannenbäumen und Nussknackern: Das Kölner Krätzjen-Trio SakkoKolonia bot einen gelungenen Jahresabschluss in der Kolonie Eins.

 

Von Bernd Neumann

Ihr Ruf eilte ihnen voraus. Bereits seit Wochen war das Weihnachtskonzert des Kölner Krätzjen-Trios SakkoKolonia in der Kolonie Eins ausverkauft. Die großen Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Mit ihrer speziell auf die bevorstehenden Festtage abgestimmten Darbietung begeisterten Bettina Wagner, Theo Krumbach und Wolfgang Seyffert ihr Publikum. Dabei präsentierten die Drei nicht nur Weihnachtslieder in dem von ihnen wiederentdeckten, typisch kölschen Bänkelgesangsstil, sondern auch historische Lieder zum Thema.

 

Bereits beim ersten Song „Unser Bäumche“ schunkelte und sang das Auditorium selig mit. Das Lied stammt ebenso wie zahlreiche andere Stücke des „Chressdagsleedcher“-Programms aus der Feder des bekannten rheinischen Komponisten und Texters Hans Knipp, der unter anderem auch für einige Hits der Bläck Fööss verantwortlich zeichnet. Romantisch und anheimelnd geriet „Zo Bethlehem gebore, e Kindche in en Kripp“, ein altes russisches Winterlied, das von SakkoKolonia ebenso mit deutschem Text versehen wurde wie die um 1600 entstandene westfälische Volksweise „O Dannebaum“.

Zur Verblüffung des Publikums entpuppten sich die Künstler als Multi-Instrumentalisten. Neben ihrem perfekten dreistimmigen Satzgesang beeindruckten Bettina Wagner als Gitarristin und Perkussionistin, Theo Krumbach am Akkordeon und am Cello sowie Mandoline-Spieler Wolfgang Seyffert auch als Saxofonist. Überdies fühlen sich die Musiker auch an der Blockflöte mehr oder weniger heimisch. Unübertroffen Theo Krumbach in seiner Glanzrolle als frustrierter, alternder Nussknacker.

 

Im Wechsel mit den „Sakkos“ erfreute Heinz Monheim, aus Mühlheim stammender Mundart-Schriftsteller, die aufmerksam lauschenden Anwesenden mit mal humorigen, mal wehmütig-nachdenklich stimmenden Kurzgeschichten aus der Kölner Nachkriegszeit. Die Anekdoten aus den von bitterer Not und Armut geprägten Jahren offenbarten viel von der praktischen rheinischen Überlebensmentalität, in der auch Kartoffeln als Weihnachtsgeschenk oder Trompetenspiel zur Besänftigung von Plünderern wichtig waren. Erst nach mehreren Zugaben fand das gelungene Jahresabschlusskonzert im K 1 sein Ende, wobei schließlich gemeinsam traditionelle Festtagslieder angestimmt wurden.

 

 

Rheinische Post vom 22. Februar 2003

 

SakkoKolonia im Kulturcafé

 

Kölsche Tön’ mal ohne Karneval

 

Von Sebastian Kunigkeit

LEICHLINGEN. Drei schräge Typen, jeder für sich ein echtes kölsches Original - das bot die Gruppe SakkoKolonia am Donnerstag Abend den Besuchern des Kulturcafés Am Stadtpark. Das Kölner Trio lieferte den Beweis, dass Lieder in kölscher Mundart nicht zwangsläufig Karnevalssongs sein müssen. Die Künstler Theo Krumbach, Bettina Wagner und Wolfgang Seyffert leiten ihre Musik aus der Tradition der Kölner Straßensänger zu Beginn des 20. Jahrhunderts her. Deren Auftritte sind unter dem Begriff „Krätzcher-Gesang“ bekannt, relativ schlichte musikalische Begleitung und mehrstimmige Texte machen ihn aus.

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Dame im Mittelpunkt

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Die Gruppe gab dem Publikum einen interessanten und abwechslungsreichen Einblick in die Welt der „Krätzche“. Bettina Wagner war der zentrale Punkt des ganzen Auftritts. Sie behielt immer den Überblick, während die beiden männlichen Künstler eher einen gekonnt lustig-dämlichen Eindruck vermittelten. In diesen Rollen ergänzten sich die Drei perfekt und sorgten schon mit ihren Ansagen für Lacher.

Die Palette der Stücke von „SakkoKolonia“ war sehr breit. Da gab das Trio einen fröhlichen Tango zum Besten, der die Zuschauer zum begeisterten Mitklatschen animierte, und direkt danach ertönte bei gedämpftem Licht und leisen Mandolinen-Tönen „Es dat nit schön, en Kölle zo sin?“, das Liebeslied der Gruppe an ihre rheinische Heimat. Und dann gab es doch noch ein bisschen Marschmusik, unter der Wolfgang Seyfert mit Pickelhaube und Knüppel die Verkehrsregeln erklärte - ganz nach dem Motto: „Eets kütt et rut, rut, rut, do muss do ston.“

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Mit Müll zum Millionär

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Auch durchaus sozialkritische Stücke brachten die drei Künstler, natürlich passend zum Namen der Gruppe in blauen und roten Sakkos gekleidet. In einem „Krätzche“ verulkten sie die Auswirkungen der Globalisierung und nahmen auch aktuelle politische Themen ins Visier. Schlussfolgerung der Künstler: „Mit Müll zum Millionär, das ist doch gar nicht schwer.“

Ein unterhaltsamer Abend im ausverkauften Café am Stadtpark. „SakkoKolonia“ beeindruckte durch seine Vielfalt an Text und Musik, durch Schrägheit und lustiges Auftreten. Wer sie gesehen hat weiß, dass kölsche Musik eben nicht nur aus dem klassischen karnevalistischen Schunkel- und Marschrepertoire besteht.

 

 

Kölner Stadtanzeiger vom 22. Februar 2003

 

„Volklore“ wörtlich genommen

 

SakkoKolonia pflegt das Brauchtum der Krätzcher, die Zuhörer im Leichlinger Café Am Stadtpark gingen begeistert mit.

 

Von Bernd Neumann

Liebe Immis! Was ist ein Krätzche? Da stellen wir uns zunächst einmal ganz dumm und sagen, das so eine Art musikalischer Verzäll. Bekannt geworden vor allem in den 20er Jahren bis Mitte des letzten Jahrhunderts, hat die als Straßengesang konzipierte „Volklore“ zahlreiche Gassenhauer hervorgebracht; die Lieder von Willi Ostermann seien stellvertretend erwähnt.

Mit großem Erfolg hat sich SakkoKolonia der Pflege dieses speziellen Brauchtums angenommen. Seit mehr als drei Jahren präsentiert das Kölner Trio ein überaus kurzweiliges Programm aus Krätzcher, Kölsch und Kokolores. Nach dem Fund seltener Originalnoten ursprünglich aus Jux aufgeführt, wurde aus dem Stammkneipen-Spaß Ernst. Mittlerweile sind Bettina Wagner (Gesang und Percussion), Theo Krumbach (Gesang und Akkordeon) und Wolfgang Seyffert (Gesang und Mandoline) längst kein Geheimtipp mehr. Selbst heiligste Hallen des rheinischen Frohsinns wurden bereits perfekt dreistimmig besungen. Sogar Auftritte im Ausland, zum Beispiel in den Niederlanden, Düsseldorf und Aachen, fanden überwältigende Resonanz.

Damit das klar ist: Die „Sakkos“ machen keine Karnevalsmusik. Sie widmen sich lieber der Aufarbeitung fast vergessener Kölner Lieder in moderner Interpretation und mit eigenen Werken. Selbstverständlich sind Berührungspunkte mit der Klatschmarsch- und Schunkellied-Szene unvermeidlich.

SakkoKolonia schafft mit kleinen kabarettistischen Spitzen und gezielten Persiflagen mühelos den Spagat zwischen unverfälschten Klassikern und aufgesetzter Köln-Romantik. Gut die Hälfte aller Lieder schreiben die Künstler selbst und treffen exakt die Atmosphäre der Originale, die sie wiederum auf ihre ganz eigene Art darbieten. Da geht beim „treuen Husaren“ mit Herrn Krumbach - als Ray Charleston - schon mal der Blueser durch, verwandelt sich Frau Wagner in eine verschnupfte Whitney Husten. Köstlich auch der erstklassige A-capella-Gesang des Trios, das sich offen dazu bekennt, seine Wurzeln im Rock und Blues zu haben. War das Publikum im Leichlinger Kulturcafé anfänglich noch etwas reserviert bis andächtig, schlug die Stimmung schnell in Begeisterung um. Schließlich wurde fröhlich mitgesungen.

 

 

Kölnische Rundschau vom 29. Oktober 2002

 

Kesser kölscher Krätzchengesang mit „Quetsch“ und „Flitsch“, gepaart mit herrlichen komödiantischen Einlagen - das ist das Markenzeichen des Trios „SakkoKolonia".

Und wie gut es diese aus der Tradition des Bänkelgesangs entsprungene Liedform beherrscht, bewies das Trio bei seinem Auftritt in „Himmel un Ääd“ im Theater am Sachsenring. Dort, wo ihre Karriere vor gut einem Jahr begonnen hatte, begeisterten Theo Krumbach, Wolfgang Seyffert und Bettina Wagner die Gäste mit einer Reihe eigener, meist mehrstimmig gesungener Stücke, die sich (wie es sich für echte Krätzchen gehört) kritisch mit dem Zeitgeschehen auseinander setzen.

Dabei spielt Köln eine herausragende Rolle, viele Schwachstellen werden eiskalt enthüllt. Ob SPD-Spendenaffäre, der „Gerling-Protz-Beton-Palass“ am Friesenplatz oder die Eintrittspreise für die Kölnarena: „...dat verston mer nit, wieso et su ene Dress in Kölle jitt“, singen die drei Sakkos empört. Eine musikalische Karikatur der Extraklasse. Neben selbst geschriebenen Liedern gehörten mit „Am dude Jüdd“ und „Dä Klein dä muss ene Nüggel han“ aber auch Ostermann-Klassiker und andere kölsche Evergreens zum Programm, die das Publikum zum Mitsingen animierten. Auch am nächsten Sonntag stehen „SakkoKolonia“ im Theater am Sachsenring auf der Bühne, für die Vorstellung um 19.30 Uhr gibt es noch Restkarten.

 

 

Kölner Stadtanzeiger vom 16. Juli 2002

 

Aus Kaschemme-Sängern werden richtige Straßenmusikanten. Mit Akkordeon, Mandoline und einigen Rhythmusinstrumenten zog das Trio SakkoKolonia jetzt erstmals durch die Straßen der Südstadt. „Unsere Lieder gehören doch zum und ins Veedel“, sagte Theo Krumbach. Einst hatte er in der Szene-Kneipe „Umleitung“ mit Bettina Wagner zu vorgerückter Stunde so lange alte kölsche Lieder angestimmt, bis sich die Kneipengäste erbarmten und für ein Akkordeon zusammenlegten. Anfang 2000 stieß Wolfgang Seyffert hinzu und sie bauten ihr Repertoire aus. Zu bekannten Krätzchen von Willy Ostermann und Karl Berbuer kamen eigene Lieder. Eine Mischung, die auf „Krätzcher, Kölsch un Kokolores“ zu hören ist, einer CD, die mit Hilfe der Kölsch-Akademie entstand. Deren Chef Jupp Schmidt ist vom Erfolg überzeugt. „Die sind originell und frech, traditionell und bodenständig.“

 

 

Kölner Stadtanzeiger am 9. Oktober 2001

 

Mit ‘Quetsch’ (Akkordeon) und ‘Flitsch’ (Mandoline) bot das Trio „SakkoKolonia“ - eigentlich in der Kleinkunstszene beheimatet - anspruchsvollen Krätzchengesang, bitterböse und ein bisschen dreckig. Ob „Gerling-Protz-Betonpalast“, oder Kölnarena-Preise - „dafür sin mer vill zo blöd, das verston mer nit, dat et su ne Driss hee in Kölle gitt...“ Jeder kriegt sein Fett weg. Echt schräg!

 

 

Bild-Zeitung am 8. Oktober 2001

 

Ne Quetsch. Ne Flitsch. Drei abgedrehte flippige Typen. So sieht sie aus. So hört sie sich an. Die neue Facette im Karneval. SakkoKolonia - ein urkomisches Krätzchen-Trio. In ihrem Liedchen „Dat verston mer nit“ verarschen sie mit Gerling-Protzbauten, Körperwelten und Arena-Preisen den ganzen „Driss in Kölle“. Sie sind kein Driss. Im Gegenteil. Man könnte ihnen immer weiter zuhören. Mehr von diesem Blödsinn, mehr.